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Kündigungsfrist berechnen: Tabelle, Beispiele und Sonderfälle

von | Okt. 27, 2026 | Allgemein, Kündigung

Sie halten eine Kündigung in den Händen oder möchten selbst kündigen? Dann stellt sich schnell eine wichtige Frage: Wann endet Ihr Arbeitsverhältnis genau? Die Antwort ist oft weniger eindeutig, als es scheint. Schon ein einziger Tag kann bei Gehalt, Urlaub oder dem Start im neuen Job eine Rolle spielen.

Kündigungsfrist berechnen

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Die gute Nachricht: Mit dem richtigen Vorgehen können Sie Ihre Kündigungsfrist als Arbeitnehmer kostenlos und sicher selbst berechnen. Als Fachanwalt für Arbeitsrecht erkläre ich Ihnen Schritt für Schritt, worauf es ankommt.

Sie finden eine Tabelle zur gesetzlichen Kündigungsfrist, viele Beispiele und die wichtigsten Sonderfälle. Das gilt für beide Situationen: wenn Ihr Arbeitgeber die Kündigung ausgesprochen hat und wenn Sie selbst gehen möchten.

Kurz erklärt: So berechnen Sie Ihre Kündigungsfrist

Die Kündigungsfrist beginnt am Tag nach dem Zugang der Kündigung. Ihre Länge regelt § 622 BGB, sofern Ihr Arbeitsvertrag oder ein Tarifvertrag nichts anderes vorsieht. Es zählen Kalendertage, Wochenenden und Feiertage laufen also mit.

Inhalt

  1. Kündigungsfrist berechnen: So gehen Sie in drei Schritten vor
  2. Gesetzliche Kündigungsfrist nach § 622 BGB: Tabelle und Beispiele
  3. Unterschied zwischen 4 Wochen und einem Monat: Beispiele zur Berechnung
  4. Kündigungsfrist berechnen als Arbeitnehmer: Wann müssen Sie spätestens kündigen?
  5. Kündigung zum 30. oder zum 1.? Kündigungstermin richtig verstehen
  6. Kündigungsfrist in der Probezeit und weitere Sonderfälle
  7. Kündigung erhalten? So unterstützt Sie Ihr Fachanwalt für Arbeitsrecht
  8. Fazit
  9. FAQ

1. Kündigungsfrist berechnen: So gehen Sie in drei Schritten vor

Bei einer ordentlichen Kündigung müssen beide Seiten eine Frist einhalten. Eine fristlose Kündigung beendet das Arbeitsverhältnis dagegen sofort. Für die ordentliche Kündigung gehen Sie so vor:

Schritt 1: Stellen Sie den Zugang fest. Die Frist beginnt erst, wenn Ihnen die Kündigung zugeht. Zugegangen ist sie, sobald sie in Ihrem Briefkasten liegt und Sie normalerweise davon Kenntnis nehmen können. Wird der Brief erst spät am Abend eingeworfen, gilt er in der Regel erst am nächsten Tag als zugegangen. Das Datum auf dem Schreiben ist nicht entscheidend. Der Tag des Zugangs zählt selbst nicht mit.

Wichtig: Eine Kündigung ist nur in Schriftform wirksam (§ 623 BGB). Sie braucht eine eigenhändige Unterschrift im Original. Eine Kündigung per E-Mail, SMS, WhatsApp oder Fax setzt keine Frist in Gang.

Schritt 2: Finden Sie die maßgebliche Regelung. Ihre Frist kann sich aus dem Gesetz, aus Ihrem Arbeitsvertrag oder aus einem Tarifvertrag ergeben. Enthalten Vertrag und Tarifvertrag keine Regelung, gilt die gesetzliche Kündigungsfrist nach § 622 BGB.

Schritt 3: Bestimmen Sie das Fristende. Zählen Sie ab dem Tag nach dem Zugang. Achten Sie auf Zusätze wie „zum 15.“ oder „zum Monatsende“, denn sie verschieben das Ende oft nach hinten. Ein Kündigungsfristen-Rechner aus dem Internet kann Ihnen eine erste Orientierung geben. Vertragliche oder tarifliche Besonderheiten erkennt er aber meist nicht.

2. Gesetzliche Kündigungsfrist nach § 622 BGB: Tabelle und Beispiele

Die gesetzliche Kündigungsfrist hängt davon ab, wer kündigt. Für Arbeitnehmer gilt eine feste Frist. Für Arbeitgeber wird die Frist mit der Dauer der Betriebszugehörigkeit länger. So schützt § 622 BGB langjährige Beschäftigte.

BetriebszugehörigkeitKündigung durch ArbeitgeberKündigung durch Arbeitnehmer
in einer vereinbarten Probezeit (max. 6 Monate)2 Wochen2 Wochen
unter 2 Jahren4 Wochen zum 15. oder zum Monatsende4 Wochen zum 15. oder zum Monatsende
ab 2 Jahren1 Monat zum Monatsende4 Wochen zum 15. oder zum Monatsende
ab 5 Jahren2 Monate zum Monatsende4 Wochen zum 15. oder zum Monatsende
ab 8 Jahren3 Monate zum Monatsende4 Wochen zum 15. oder zum Monatsende
ab 10 Jahren4 Monate zum Monatsende4 Wochen zum 15. oder zum Monatsende
ab 12 Jahren5 Monate zum Monatsende4 Wochen zum 15. oder zum Monatsende
ab 15 Jahren6 Monate zum Monatsende4 Wochen zum 15. oder zum Monatsende
ab 20 Jahren7 Monate zum Monatsende4 Wochen zum 15. oder zum Monatsende

Maßgeblich ist die Betriebszugehörigkeit zum Zeitpunkt des Zugangs. Dabei zählen auch Zeiten im Mutterschutz, in der Elternzeit und in einer Ausbildung im selben Betrieb mit. Jahre vor Ihrem 25. Geburtstag werden ebenfalls voll angerechnet. Die frühere Sonderregel dazu wurde 2019 aus dem Gesetz gestrichen.

Beispiel: Sie arbeiten seit sechs Jahren im Unternehmen. Ihr Arbeitgeber kündigt, und die Kündigung geht Ihnen am 20. April zu. Die Frist beträgt zwei Monate zum Monatsende. Zwei Monate ab Zugang enden am 20. Juni. Ihr Arbeitsverhältnis endet deshalb am 30. Juni.

Möchten Sie als Arbeitgeber die Kündigungsfrist berechnen, gilt die Spalte „Kündigung durch Arbeitgeber“.

Arbeitsvertrag und Tarifvertrag: Ihr Arbeitsvertrag darf längere Fristen vorsehen. Eine typische Klausel lautet: „Nach der Probezeit beträgt die Kündigungsfrist für beide Seiten drei Monate zum Quartalsende.“ Kürzer als die gesetzliche Kündigungsfrist darf eine vertragliche Frist grundsätzlich nicht sein. Wird die gesetzliche Frist für den Arbeitgeber später länger, gilt in der Regel die längere Frist. Für Sie als Arbeitnehmer darf die Frist außerdem nie länger sein als für den Arbeitgeber. Ein Tarifvertrag darf die gesetzlichen Fristen dagegen auch verkürzen.

6 Wochen, 3 Monate oder 7 Tage: Vertragliche Fristen berechnen

Viele Arbeitsverträge und Tarifverträge sehen eigene Fristen vor. Im öffentlichen Dienst gilt nach dem TVöD zum Beispiel nach mehr als einem Jahr Beschäftigungszeit eine Frist von 6 Wochen zum Quartalsende. Solche Fristen berechnen Sie nach denselben Regeln wie die gesetzliche Kündigungsfrist.

  • 6 Wochen sind genau 42 Tage. Für ein Ende zum 30. Juni muss die Kündigung spätestens am 19. Mai zugehen. Für den 30. September ist es der 19. August, für den 31. Dezember der 19. November. Für den 31. März ist es der 17. Februar, im Schaltjahr der 18. Februar.
  • 3 Monate enden am gleichen Kalendertag drei Monate nach dem Zugang. Geht die Kündigung am 10. April zu, endet die Frist am 10. Juli. Gilt „zum Monatsende“, endet das Arbeitsverhältnis am 31. Juli. Gilt „zum Quartalsende“, endet es erst am 30. September.
  • 7 Tage kommen in manchen Tarifverträgen oder bei kurzen Aushilfen vor. Die Frist endet am gleichen Wochentag eine Woche nach dem Zugang. Geht die Kündigung an einem Montag zu, endet das Arbeitsverhältnis am folgenden Montag.

3. Unterschied zwischen 4 Wochen und einem Monat: Beispiele zur Berechnung

4 Wochen und ein Monat klingen fast gleich. Rechnerisch gibt es aber einen klaren Unterschied. 4 Wochen sind immer genau 28 Tage. Ein Monat reicht dagegen bis zum gleichen Kalendertag im Folgemonat. Die folgenden Beispiele zur Berechnung der Kündigungsfrist zeigen Ihnen, worauf es ankommt.

Faustregel: Bei 4 Wochen endet die Frist am gleichen Wochentag wie der Zugang. Bei einem Monat endet sie am gleichen Kalendertag. Für eine Kündigungsfrist von 4 Wochen brauchen Sie also keinen Rechner.

4 Wochen zum 15. oder zum Monatsende

Die gesetzliche Kündigungsfrist für Arbeitnehmer beträgt 4 Wochen zum 15. oder zum Monatsende. Nach Ablauf der 28 Tage endet das Arbeitsverhältnis am nächsten dieser beiden Termine. Endet die Frist genau am 15. oder am Monatsletzten, ist dieser Tag bereits der Kündigungstermin.

Beispiel 1: Die Kündigung geht Ihnen am Mittwoch, 29. April zu. Die Frist beginnt am 30. April und endet nach 28 Tagen am Mittwoch, 27. Mai. Der nächste mögliche Termin ist das Monatsende. Ihr Arbeitsverhältnis endet am 31. Mai.

Beispiel 2: Die Kündigung geht Ihnen am Dienstag, 12. Mai zu. Die 28 Tage enden am Dienstag, 9. Juni. Der nächste mögliche Termin ist der 15. Juni. An diesem Tag endet Ihr Arbeitsverhältnis.

Einen Monat Kündigungsfrist zum Monatsende

Ab zwei Jahren Betriebszugehörigkeit gilt für den Arbeitgeber eine Frist von einem Monat zum Monatsende. Auch viele Arbeitsverträge sehen diese Frist vor.

Beispiel: Die Kündigung geht Ihnen am Montag, 4. Mai zu. Die Monatsfrist endet am gleichen Kalendertag im Folgemonat, also am 4. Juni. Der nächste mögliche Termin ist das Monatsende. Ihr Arbeitsverhältnis endet damit am 30. Juni. Bei einer Frist von 4 Wochen wäre es schon am 15. Juni beendet.

Hat der Folgemonat weniger Tage, endet die Frist an dessen letztem Tag. Geht die Kündigung am 31. Januar zu, endet die Monatsfrist am 28. Februar.

Werktage oder Kalendertage: Zählen Wochenende und Sonntag mit?

Bei der Kündigungsfrist zählen Kalendertage. Samstage, Sonntage und Feiertage laufen also ganz normal mit. Das gilt auch für das Fristende. Fällt das Monatsende auf einen Sonntag, endet Ihr Arbeitsverhältnis trotzdem an diesem Sonntag. Die Regel, nach der sich Fristen auf den nächsten Werktag verschieben (§ 193 BGB), gilt für Kündigungsfristen nicht.

4. Kündigungsfrist berechnen als Arbeitnehmer: Wann müssen Sie spätestens kündigen?

Möchten Sie selbst kündigen, rechnen Sie am besten vom gewünschten Enddatum rückwärts. Entscheidend ist, wann Ihr Arbeitgeber die Kündigung erhält. Bei der gesetzlichen Frist von 4 Wochen gilt:

Gewünschtes EndeKündigung muss spätestens zugehen am
31. Juli (Monat mit 31 Tagen)3. Juli
30. Juni (Monat mit 30 Tagen)2. Juni
28. Februar (kein Schaltjahr)31. Januar
15. Juli17. Juni

Tipp: Übergeben Sie Ihre Kündigung persönlich und lassen Sie sich den Empfang schriftlich bestätigen. So können Sie den Zugang später sicher nachweisen.

5. Kündigung zum 30. oder zum 1.? Kündigungstermin richtig verstehen

Zwei Begriffe werden oft verwechselt. Die Kündigungsfrist ist der Zeitraum zwischen Zugang und Ende. Der Kündigungstermin ist der Tag, an dem das Arbeitsverhältnis endet. Es endet mit Ablauf dieses Tages, also um 24 Uhr. Endet die Frist zum Monatsende Juni, ist der 30. Juni Ihr letzter Tag. Der 1. Juli gehört bereits zum neuen Monat.

Hat Ihr Arbeitgeber die Kündigung ausgesprochen und als Termin den 1. Juli genannt, ist meist das Ende zum 30. Juni gemeint. Auch eine Kündigung „zum nächstmöglichen Termin“ ist in der Regel wirksam. Das Enddatum ergibt sich dann aus der geltenden Frist. Haben Sie Zweifel, lassen Sie die Formulierung prüfen.

Ihr letzter Arbeitstag kann früher liegen als das Ende des Arbeitsverhältnisses. Das ist etwa der Fall, wenn Sie Resturlaub nehmen oder freigestellt werden. Möchten Sie früher gehen, kann ein Aufhebungsvertrag eine Lösung sein. Lassen Sie ihn vor der Unterschrift prüfen, damit Ihr Anspruch auf Arbeitslosengeld gesichert bleibt.

6. Kündigungsfrist in der Probezeit und weitere Sonderfälle

2 Wochen Kündigungsfrist in der Probezeit berechnen: Beispiel

In einer vereinbarten Probezeit von höchstens sechs Monaten gilt eine Frist von zwei Wochen (§ 622 Abs. 3 BGB). Sie endet an jedem beliebigen Tag, also ohne Bindung an den 15. oder das Monatsende. Viele suchen dafür einen Kündigungsfristen-Rechner für die Probezeit. Mit einer einfachen Regel geht es auch ohne: Die Frist endet am gleichen Wochentag, zwei Wochen nach dem Zugang.

Beispiel: Die Kündigung geht Ihnen am Mittwoch, 10. Juni zu. Ihr Arbeitsverhältnis endet am Mittwoch, 24. Juni. Es reicht, wenn die Kündigung noch am letzten Tag der Probezeit zugeht. Das Ende darf dann auch nach der Probezeit liegen.

Mehr dazu lesen Sie in meinen Beiträgen zur fristlosen Kündigung in der Probezeit und zur Schwangerschaft in der Probezeit.

Schwerbehinderung, Insolvenz, Aushilfen und Kleinbetriebe

  • Schwerbehinderung: Kündigt der Arbeitgeber einem schwerbehinderten oder gleichgestellten Menschen, gilt nach sechs Monaten Beschäftigung eine Mindestfrist von vier Wochen. Das gilt auch dann, wenn ein Tarifvertrag kürzere Fristen vorsieht. Außerdem muss das Integrationsamt der Kündigung vorher zustimmen.
  • Insolvenz: Im Insolvenzverfahren Ihres Arbeitgebers beträgt die Frist höchstens drei Monate zum Monatsende (§ 113 InsO). Das gilt auch, wenn Ihre Frist sonst länger wäre.
  • Aushilfen: Bei einer ausdrücklich vereinbarten Aushilfe von höchstens drei Monaten darf die Frist kürzer sein. Für Minijobs gelten dagegen die normalen Fristen.
  • Kleinbetriebe: Beschäftigt Ihr Arbeitgeber in der Regel nicht mehr als 20 Arbeitnehmer, darf der Arbeitsvertrag 4 Wochen ohne festen Endtermin vorsehen (§ 622 Abs. 5 BGB). Auszubildende zählen dabei nicht mit, Teilzeitkräfte nur anteilig.

7. Kündigung erhalten? So unterstützt Sie Ihr Fachanwalt für Arbeitsrecht

Die richtige Frist ist oft nur der erste Schritt. Hat Ihr Arbeitgeber die Kündigung ausgesprochen, läuft ab Zugang eine Frist von drei Wochen für die Kündigungsschutzklage. Melden Sie sich außerdem rechtzeitig bei der Agentur für Arbeit arbeitsuchend. Liegen zwischen Zugang und Ende weniger als drei Monate, haben Sie dafür drei Tage Zeit.

Ich prüfe für Sie, ob die Kündigung wirksam ist und wann Ihr Arbeitsverhältnis tatsächlich endet. Gemeinsam klären wir auch offene Punkte wie den Resturlaub bei Kündigung oder Überstunden bei Kündigung. Ich berate Arbeitnehmer, leitende Angestellte und Arbeitgeber in München und der gesamten Region. Mehr über meine Beratung im Arbeitsrecht erfahren Sie auf meiner Leistungsseite.

8. Fazit

  • Die Kündigungsfrist beginnt am Tag nach dem Zugang der schriftlichen Kündigung.
  • Maßgeblich ist § 622 BGB, sofern Arbeitsvertrag oder Tarifvertrag nichts anderes regeln.
  • Arbeitnehmer kündigen meist mit 4 Wochen zum 15. oder zum Monatsende. Für Arbeitgeber verlängert sich die Frist mit der Betriebszugehörigkeit.
  • 4 Wochen sind genau 28 Tage, 6 Wochen sind 42 Tage. Monatsfristen enden am gleichen Kalendertag.
  • Es zählen Kalendertage. Ein Fristende am Sonntag verschiebt sich nicht.
  • In der Probezeit gilt eine Frist von zwei Wochen zu jedem beliebigen Tag.
  • Gegen eine Kündigung durch den Arbeitgeber können Sie innerhalb von drei Wochen Kündigungsschutzklage erheben.

9. FAQ

Wie kann ich meine Kündigungsfrist berechnen?

Stellen Sie fest, wann Ihnen die Kündigung zugegangen ist, und zählen Sie ab dem Folgetag. Prüfen Sie dann, ob Ihr Arbeitsvertrag oder ein Tarifvertrag eine Frist vorgibt. Sonst gilt die gesetzliche Kündigungsfrist nach § 622 BGB. Ein Kündigungsfristen-Rechner hilft bei Standardfällen, ersetzt aber keine Prüfung Ihres Vertrags.

Wie berechnet sich eine Kündigungsfrist von 4 Wochen?

4 Wochen sind genau 28 Tage ab dem Tag nach dem Zugang. Die Frist endet am gleichen Wochentag wie der Zugang. Gilt der Zusatz „zum 15. oder zum Monatsende“, endet das Arbeitsverhältnis am nächsten dieser Termine. Für ein Ende zum 31. muss die Kündigung deshalb spätestens am 3. zugehen.

Wie berechnet sich eine Kündigungsfrist von 6 Wochen?

6 Wochen sind 42 Tage. Meist gilt die Frist zum Quartalsende. Für ein Ende zum 30. Juni muss die Kündigung dann spätestens am 19. Mai zugehen.

Wie berechnet sich eine Kündigungsfrist von 3 Monaten?

Die Frist endet am gleichen Kalendertag drei Monate nach dem Zugang. Geht die Kündigung am 10. April zu, endet die Frist am 10. Juli. Je nach Vertrag endet das Arbeitsverhältnis dann am 31. Juli oder zum Quartalsende am 30. September.

Zählen bei der Kündigungsfrist Werktage oder Kalendertage?

Es zählen Kalendertage. Wochenenden und Feiertage laufen also mit. Auch ein Fristende am Sonntag verschiebt sich nicht auf den nächsten Werktag.

Kündigung zum 30. oder zum 1.: Was ist richtig?

Das Arbeitsverhältnis endet mit Ablauf des letzten Tages der Frist, zum Beispiel am 30. Juni um 24 Uhr. Eine Kündigung „zum 1. Juli“ ist meist als Ende zum 30. Juni gemeint.

Wie berechne ich 2 Wochen Kündigungsfrist in der Probezeit?

In der Probezeit gilt eine Frist von zwei Wochen zu jedem beliebigen Tag. Geht die Kündigung an einem Mittwoch zu, endet das Arbeitsverhältnis zwei Wochen später ebenfalls an einem Mittwoch.

Titelbild: KI-generiert (ChatGPT)

Über den Autor

Ihr Anwalt für Arbeitsrecht in München - Markus Maximilian Zametzer Markus Maximilan Zametzer gründete im Jahr 2003 seine eigene Kanzlei und spezialisierte sich auf die Rechtsgebiete Arbeitsrecht und Strafrecht. Als Fachanwalt für Arbeitsrecht in Unterhaching berät der erfahrene Anwalt Arbeitnehmer, leitende Angestellte und Geschäftsführer zu sämtlichen Fragen des individuellen und kollektiven Arbeitsrechts.

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